Österreichisches Familienrecht (Leitung: Dr. Günter Tews)

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 Betreff des Beitrags: Pflichtteil, Wohnrecht, Schätzung
BeitragVerfasst: 02.08.2010, 10:02 
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Habe leider keine Antwort auf mein Thema vom 25/7 erhalten, versuche es mit anderer Frage:
Mein Vater hat Testament hiinterlassen: Pflichtteil für die beiden Töchter und Wohnrecht auf Lebenszeit im Hause für die Witwe (nicht Mutter der Töchter), ausserdem kein Veräusserungs- und Hypothekrecht zu Lebenszeit der Haupterbin.
Was geschieht mit dem Pflichtteil, muss der ausbezahlt werden?
Eine der Töchter hat (vor 4 Monaten) mittels Anwalt Schätzung des Erbes beantragt, bis heute hat sich nichts getan. Kann mir jemand sagen wie lange sich das hinziehen wird und was nach Schätzung geschieht?
Herzlichen Dank!


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BeitragVerfasst: 02.08.2010, 10:11 
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pflichtteil muss sofort ausbezahlt werden.
wie lange die schätzung dauert, kann ich nicht sagen. 4 monate kommt mir aber schon sehr lange vor. nach der schätzung wird der pflichtteil berechnet, der dann zur auszahlung gelangt.
ich nehme aber an, es ist bereits ein notar damit befasst?

_________________
ich diskutiere nicht mit dummköpfen. sie ziehen dich zuerst runter auf ihr niveau und dort haben sie dann mehr erfahrung.


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BeitragVerfasst: 02.08.2010, 10:20 
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Es ist ein Notar damit befasst, der mir auch an meinen Wohnsitz (Ausland) Kopie des testaments meines Vaters zugesendet hat. Telefonisch wurde mir mitgeteilt, dass der Antrag der Schätzung seitens meiner Schwester und die Urlaubszeit alles verzögert, habe keine sonstigen Informationen.
Die Witwe meines Vaters hat bereits mitgeteilt, dass sie das Geld zur Auszahlung des Pflichtteiles nicht hat. Sollte sie also das Haus verkaufen müssen könnte sich die Auszahlung lange hinausziehen (der Immobilienmarkt ist ja auch in Österreich z.Zt. nicht gut, nehme ich an), richtig?
Leider kenne ich das österreichische Erbrecht gar nicht, lebe seit 20 Jahren in Süditalien...


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BeitragVerfasst: 02.08.2010, 13:36 
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was den immobilienmarkt betrifft: österreich scheint - soweit ich das sehe - gut davongekommen zu sein. von einer immobilienblase hierzulande hab ich nix gelesen. zumindest bei uns in der gegend hat es keine nennenswerten preiskorrekturen nach unten gegeben.

um überhaupt auch nur eine vage einschätzung liefern zu können müsstest du uns verraten, wo das gute teil den in etwa steht - generell gilt aber: bei guten lagen würde ich mir keine sorgen machen.

kopfsalat


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BeitragVerfasst: 03.08.2010, 09:57 
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Danke für deine Antwort,
bin ja froh dass es noch jemanden gibt der die weltweite Krise (zumindest in deiner Gegend - wo?) nicht so spürt.
Das Haus liegt in einer sehr bekannten Kurstadt und in bester Lage: Baden.
Was meinst du?


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BeitragVerfasst: 03.08.2010, 10:03 
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also ich find auch, dass hier noch nix davon zu spüren ist. hier = tirol. 4-zimmerwohnungen kosten neu ca. 300.000 euro, einfamilienhäuser (freistehend) fangen bei 350.000 (gebraucht) an und gehen über 500.000,-- (neu) [bitte nix pippifein - sondern stinknormal 140 m²] reihenhäuser fangen bei 250.000 (90m²) und gehen über 400.000 (neu 135m²)


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BeitragVerfasst: 03.08.2010, 11:41 
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auslandsoest hat geschrieben:
bin ja froh dass es noch jemanden gibt der die weltweite Krise (zumindest in deiner Gegend - wo?) nicht so spürt.

Raum Graz, was prinzipiell mal günstiger als Raum Wien oder auch Tirol ist, aber wie gesagt: die Preise sind hier wirklich stabil.

auslandsoest hat geschrieben:
Das Haus liegt in einer sehr bekannten Kurstadt und in bester Lage: Baden.
Was meinst du?

also bei Baden würde ich mir kein Fuzerl lang auch nur irgendwelche Sorgen machen, teures Pflaster, guter Werterhalt, wenn man da eine Immobile nicht verkauft kriegt, dann nirgends!

lg

kopfsalat


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BeitragVerfasst: 03.08.2010, 15:01 
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Frage ist nur ob man den Vater und seiner Frau auch nach seinem Tod so wenig leiden kann, dass man eine Witwe ihres Heimes verweisen will.

Wieso nicht das Gespräch suchen mit seiner Witwe??

Wenn es ein Veräusserungsverbot gibt, frage ich mich sowieso wie das Haus denn verkauft werden soll um den Pflichtteil zu zahlen?

Wieso nehmen Sie keinen Kontakt auf zu einem Österreichischen Notar?


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BeitragVerfasst: 03.08.2010, 16:12 
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x Liv
Das haben Sie falsch verstanden: ich bin in allerbestem Verhältnis mit der Witwe meines Vaters, wir sind beide von dem Schätzungsantrag meiner Schwester überrascht worden (mittels Anwalt und nur zwei wochen nach dem Tode meines Vaters), durch den meine Stiefmutter gezwungen wurde auch einen Anwalt zu nehmen. Sie ist nun aufgrund des Verlustes des geliebten Gatten nach mehr als vierzig Jahren und ihres Alters verwirrt und ängstlich, ich persönlich ziehe es vor mit meiner Schwester nicht einmal zu diskutieren, da es leider zu nichts bringt.
Das Veräusserungsverbot betrifft meine Schwester und mich, nciht die Witwe, die bereits Eigentümerin der Hälfte des Hauses ist!
Der Notar in Österreich, mit dfem ich noch letzte Woche telefoniert hatte und der auch das Testament versendet hatte ist nun automatisch beiseite geschoben, die Verlassenschaft liegt in der Hand der Anwälte und des Gerichtes.
An dieses forum habe ich mich gewendet, da ich davon überzeugt bin, dass (leider) auch andere Menschen mit komplizierten Zeitgenossen bei Erbschaftsangelegenheiten zu kämpfen haben und mehr über Zeiten und Behördenablauf wissen als ich, da ich eben seit zwei Jahrzehnten nicht mehr in Österreich lebe...


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BeitragVerfasst: 03.08.2010, 16:32 
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Da muss ich zustimmen, das Österreichische Erbschaftsrecht ist für mich als Wahlösterreicher auch nicht immer nachvollziehbar...

Nach 18 Jahren hier habe ich mitbekommen, dass wenn's ums Erben geht Kinder, Geschwister, Onkel/Tanten auf einmal "durchdrehen" ohne Rücksicht auf die anderen Hinterbliebenen und ohne ersichtlichen Vernunft.

Ich habe schon in jungen Jahren ein Testament gemacht, zum erstaunen vom Notar und bereits vorab alles was ich nur verhindern konnte an möglichem "Streitpotential" auszumerzen.

Wenn Sie Sich gut mit ihr verstehen,wäre es Ihnen möglich eine Haushälfte zu kaufen von der Witwe?


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BeitragVerfasst: 03.08.2010, 19:44 
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Ja, aber leider kennen diese Erbstreitigkeiten keine Grenzen: auch hier in Italien passiert einiges in dieser Richtung...
Was das Haus anbelangt habe ich absolut kein Interesse daran, habe mein Leben hier in Italien und 2000km sind einfach zu viel um hin und her zu fahren! Abgesehen davon hat die Haupterbin ja bereits den Grossteil des Hauses und will dieses verkaufen und in ihre Wohnung umziehen. Uns geht es einzig darum eine ungefähre Ahnung die Dauer der Abwicklung zu haben, meine Stiefmutter ist in einem Alter wo jede Woche zählt und sehr beunruhigt was die von meiner Schwester provozierten Probleme anbelangt, vor allem hatte sie ja sofort gesagt alles so rasch wie möglich unter uns abzuhandeln.
Schade ist nur, dass es unter den Blutverwandten oft ausgesprochen unangenehme Menschen gibt, die alles daran setzen anderen weh zu tun. Ich ziehe da wirklich Freundschaften vor, die ich mir (zum Glück) selbst wählen kann und habe in meinen Töchtern, die schon erwachsen sind und leider die Verwandshcaft bestens kenne, eine grosse Unterstützung. Wir wollen einfach nur, dass unsere "Omi" ihre verbleibenden Jahre in Ruhe verbringen kann und nicht mit einer Stieftochter herumstreiten muss, aber meine Entfernung hilft da leider nicht dabei und es ist schwer telefonisch zu intervenieren.
Danke nochmals für ihre Antworten!


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